Protektoren Info

Sicherheit wird immer noch von vielen Menschen auf die leichte Schulter genommen.

Da klickt man ein wenig durch das Netz und schon ließt man es wieder. „Statistik 2015 wieder mehr Unfalltote bei Motorradunfällen!“ Dabei ist es meistens nicht der Motorradfahrer der die Schuld trägt. Meistens liegt das Problem darin das Motorräder von Autofahrern übersehen werden und dann kommt es zur Kollision.
Zusammenstöße schon bei geringer Geschwindigkeit können für Motorrad- und Fahrradfahrer verhärende Konsequenzen haben, denn sie sind nicht von Stahl und Sicherheitsglas geschützt sondern werden durch direkten Kontakt in Mitleidenschaft gezogen.
Leider ist auch öfters zu beobachten, das sich mancher Motorradfahrer lediglich auf den Pflichtschutz (Motorradhelm) verlässt.
Fazit: schwere Verletzungen mit bleibenden Schäden, oder auch der Tod…

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Auf dieser Seite möchte ich das Thema Selbstschutz durch Protektoren intensiv behandeln. Sei es bei Fahrradfahrern, Motorradfahrern oder Skatern. Alle sind auf der Straße anzutreffen und einige unter ihnen sind ohne großen Schutz auf dem Asphalt unterweg.
Protektoren gibs es für fast jeden Bereich des Körpers und zudem für viel unterschiedliche Anwendungssektoren.
Rückenpanzer/ Rückenprotektoren
Rückenpanzer kommen nicht nur bei den Turtels zum Einsatz. Sie sind auch bei Motorradfahrern häufig in Anwendung und dienen zum Schutz der Wirbelsäule und halten auch durch den meist integrierten Nierenschutz auch kalte Zugluft von den Nieren ab. Erhältlich sind diese als ein holsterähnlicher Gurt den man unter einer Wind und Wetter- festen Jacke trägt, oder auch in einer eigens dafür gefertigten Jacke mit bereits eingearbeiteten Protektoren oder mit dafür vorgesehenen Taschen.

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Schulterprotektoren sind nicht nur beim American Football zu finden. Auch diese kommen im Motorrad-Wesen zur Anwendung. Jedoch sind diese nur in eigens dafür vorgesehenen Jacken vorzufinden.
Ellenbogen-Protektoren
Ellenbogen-Protektoren und Knie-Protektoren sind auf dem Motorrad nicht zu vermeiden zumal bei einem Sturz oder einer Kollision meistens vom Mensch die Ellen und Schienbeine zum Schutz des restlichen Körpers genutz werden um lebensnotwendige Körperteile zu schutzen. 292w
Motorradstiefel
Stiefel können mit einer robusten Stahl- oder Kunststoffverstärkung versehen sein, um den Fuß bei einem Sturz zu schützen. Insbesondere schwerste Verletzungen können entstehen, wenn – z. B. beim seitlichen Wegrutschen des Motorrads in einer Kurve – der Fuß zwischen Motorrad und Straße eingeklemmt wird und auf diese Weise vom Gewicht der rutschenden Maschine angedrückt mit über den Asphalt gerieben wird. Auch können durch das Rutschen des Fahrers unter die Leitplanke durch deren Träger Füße oder Unterschenkel abgetrennt werden, was durch das Tragen hoher Stiefel vermieden werden kann. Kniehohe Stiefel haben außerdem den Vorteil, dass sie an den Knieprotektor anschließen und das Schienbein komplett bedecken. Solche Stiefel können über ausreichende Einstellmöglichkeiten verfügen, z. B. neben einem Reißverschluss eine Schnürung oder Schnallen besitzen. Das Tragen schützender Stiefel, die mindestens über den Knöchel reichen sollten, ist integraler Bestandteil der Schutzbekleidung von Motorradfahrern.
Viele Stiefel verfügen darüber hinaus noch über doppelt gearbeitetes, oder verstärktes Material auf der Oberseite im Vorfußbereich als Schaltverstärkung. Diese gewährt eine längere Lebensdauer der Stiefel und eine Entlastung der Zehen bei häufigem Kontakt mit dem Schalthebel beim Gangwechsel.
Handschuhe
Handschuhe sind unerlässlich, da es ein normaler Reflex des Menschen ist, sich bei einem Sturz mit den Armen und Händen abzufangen. Daher können schon bei Stürzen mit niedrigsten Geschwindigkeiten schwere Handverletzungen die Folge sein, wenn keine Handschuhe getragen werden. Handschuhe mit speziellen Protektoren aus Karbonfaser oder Stahl sind ein sinnvoller Schutz, wenn das Motorrad bei einem Lowsider (Wegrutschen zur Seite) auf die kurveninnere Hand fällt. Fingerlose Handschuhe oder so genannte „Chopperhandschuhe“, die lediglich aus dünnem Leder bestehen und die Fingerknöchel nicht bedecken, bieten kaum bzw. keinen Schutz im Falle eines Sturzes.
Neben dem Motorradfahren kommen auch andere Tätigkeiten „Hobbies“ zum tragen bei denen es ratsam ist sich mit Protektoren zu schützen

Protektorenkombi
Die Protektorenkombi bzw. die Jacke nebst Hose haben neben ihrer Schutzfunktion im Falle eines Sturzes auch die wichtige Aufgabe, den Zweiradfahrer warm zu halten. Ein unterkühlter Fahrer ist unkonzentriert und macht Fehler. Die Kleidung darf aber im Sommer auch nicht zu heiß sein, weil ein überhitzter Fahrer ebenfalls in seiner Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt ist. Bewährt haben sich hier Leder- oder Textilbekleidung (z. B. Cordura (eingetragenes Warenzeichen der Firma DuPont) oder andere Textilgewebe mit mindestens 500 D) welche mit einer Klimamembran versehen sind. Diese Klimamembranen (z. B. Gore-Tex, Sympatex, etc.) lassen den Schweiß des Fahrers in Form von Dampf nach außen (auch als Atmungsaktivität bezeichnet), machen die Kleidung wasserdicht und sind windundurchlässig.
Im Falle eines Sturzes muss das Obermaterial der Kleidung extrem abriebfest sein, um den Fahrer auch bei längerem Rutschen über den Asphalt bei hoher Geschwindigkeit schützen zu können. Hier ist Leder widerstandsfähiger als die meisten Textilgewebe. Insbesondere Känguruleder ist im Vergleich mit dem günstigeren Rinderleder extrem abriebfest, obwohl es unbehandelt empfindlicher gegenüber Nässe ist. Leder wird auch hydrophobiert angeboten. Es ist dann so behandelt, dass es sich nicht mehr mit Wasser vollsaugen kann, sondern dieses an der Oberfläche abperlt. Ein so behandeltes oder imprägniertes Leder wird im nassen Zustand nicht durch den Fahrtwind kalt und es hat eine längere Lebensdauer.
Die Nähte der Kleidung sind eine Schwachstelle beim Sturz, da die Fäden leicht durchgescheuert werden können. Verdeckte Nähte, sogenannte Sicherheitsnähte, sind hier daher vorzuziehen.
DieProtektoren-Schutz- Kleidung sollte unbedingt an Schultern, Ellenbogen/Unterarm und Knien/Schienbein sowie an den Hüften Protektoren nach EN 1621-1 und am Rücken mit Protektoren nach EN 1621-2 ausgerüstet sein. Einfachere Protektoren aus viskoelastischem Schaum erfüllen die höheren Anforderungen nicht und bieten keinen optimalen Schutz. Protektoren sind der Körperform angepasste aus beweglichen Segmenten bestehende Kunststoffplatten, welche im Falle eines Sturzes den Aufprall an den besonders gefährdeten Körperstellen dämpfen, indem sie kinetische Energie aufnehmen und z. B. in Wärme oder Verformung umsetzen. Sie sind zusätzlich mit einer abriebfesten Oberfläche versehen und können fest in der Kleidung integriert, in speziellen Innentaschen oder nachträglich in der Kleidung befestigt sein. Neben in die Jacke eingelegten Rückenprotektoren gibt es diese auch separat, meist in Verbindung mit einem Nierengurt. Die Schutzwirkung dieser Variante ist größer, weil der Protektor vom Hals bis zum Steißbein reichen kann. Das Tragen eines separaten Rückenprotektors ist deshalb empfehlenswert.
Neben der Norm 1621 für die Protektoren existiert auch die Norm EN 13595 bei der die Kombi (bzw. Jacke oder Hose) als ganze geprüft wird. Diese Norm enthält unter anderem Anforderungen an den Aufbau, die Abriebfestigkeit und die Festigkeit der Nähte. Nach EN 13595 geprüfte Kleidung wird allerdings bisher nur von wenigen Herstellern angeboten.
Nach einem Unfall sollten Protektoren grundsätzlich nicht mehr weiterverwendet werden, da sie sich verformt haben und bei einem erneuten Unfall nur noch eine verminderte Dämpfungswirkung haben.
Sofern nicht eine einteilige Kombi getragen wird, sollten Hose und Jacke miteinander durch einen Reißverschluss verbunden werden. Dies reduziert zum einen die Zugluft, zum anderen verhindert dieser, dass im Falle eines Sturzes die Jacke verrutscht und ihre Schutzfunktion nicht mehr optimal erfüllen kann. Protektorenkombis gibt es neben dem klassischen Schwarz heute in auffälligen Farben bzw. mit entsprechenden Farbapplikationen (z. B. neon-gelb oder -orange), denen man den Vorzug geben sollte. Zusätzliche Reflexbiesen erhöhen die Erkennbarkeit von Motorradfahrern insbesondere bei schlechtem Wetter oder nachts.
Normale Straßenkleidung, Armee-Bekleidung, Arbeitsbekleidung oder z. B. „Bomberjacken“ sind zum Motorrad fahren wegen erheblicher Nachteile (wesentlich schlechtere Abriebfestigkeit, keine Protektoren, schlechtere Klimatisierung) kaum bzw. nicht geeignet.

Motorradhelm
Der Motorradhelm schützt den Kopf des Fahrers und ist als einziges Teil der Schutzkleidung gesetzlich vorgeschrieben.
Beim Aufprall verformen sich die im Helm enthaltenen Schaumstoffteile, nehmen einen Teil der Aufprallenergie auf und schützen so im Idealfall den Kopf vor schwereren Verletzungen. Durch die Verformung wird der Helm in den meisten Fällen unbrauchbar und muss dann ausgetauscht werden.
Motorradhelme gibt es in verschiedenen Bauformen, sowohl mit als auch ohne Schutzfunktion im Kinnbereich.
In Deutschland ist jeder Fahrer verpflichtet einen „geeigneten“ Helm zu tragen. Hier können auch Helme zulässig sein, die nicht der europäischen Norm ECE 22 (aktuelle Version: ECE 22-05) entsprechen, z. B. ein nach anderen Standards zertifizierter Helm. Der Helm sollte jedoch als Schutz bei Motorradunfällen konzipiert sein, was bei sogenannten Braincaps, Stahlhelmen oder ähnlichem nicht der Fall sein wird.
In Österreich und anderen europäischen Ländern (z. B. Italien) dürfen keine Helme verwendet werden, die nicht der ECE-Norm entsprechen bzw. explizit zugelassen sind.
Reflektoren
Die Motorradkleidung kann mit Reflektoren in Form von Hüftgurten, Arm- und Beinbändern usw. ausgerüstet werden. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn die Kleidung keine reflektierenden Einsätze besitzt oder von dunkler Farbe ist. Vor allem bei schlechtem Wetter und in der Nacht sind Motorradfahrer dadurch besser sichtbar. Das Tragen einer EN-Warnweste wird zu diesem Zweck dagegen (solange kein Unfall vorliegt) nicht empfohlen, weil dadurch auf längere Sicht die eigentlich Signalwirkung – besondere Gefahrensituation – nicht mehr gegeben wäre.
Sonstiges
Im Geländesport sind besondere Schutzausrüstungen, z. B. Brust-Protektoren, dringend zu empfehlen, um Querschnittlähmung durch Wirbelsäulenverletzungen bei Motorradunfällen zu vermeiden. Spezielle Safety-Jackets für den Sporteinsatz sind stärker gepolstert bzw. verfügen über Hartschaleneinsätze gegenüber flexiblen Protektoren für Straßenfahrer. Unerlässlich sind im Gelände spezielle Cross- bzw. Endurostiefel.